Über ciaobobby Kronkorkenschmuck
ciaobobby war ein Designlabel mit dem wir aus Kronkorken individuellen Schmuck gefertigt haben.
In Kooperation mit dem Behindertenzentrum Stuttgart e.V. haben wir tausende der kleinen Flaschenverschlüsse im Upcycling veredelt zu Ohrringen, Schlüsselanhängern, Armbändern und Ketten.
Unsere Geschichte
Wir (Kira Kühl und Anna-Maria Palzkill) haben das Unternehmen in Stuttgart 2008 gegründet und insgesamt zehn Jahre lang geführt. Dazu haben wir ein patentiertes Verfahren entwickelt, um die Kronkorken in ihre neue Form zu bringen.

Warum Schmuck aus Kronkorken?
Die ursprüngliche Ursprungsidee kommt von Kira, die in einer Kneipe mit einem Beck’s GOLD Kronkorken gespielt hat und anschließend zuhause mit einem Hammer experimentierte.
Zu Beginn haben wir unsere Nachbarn mit dem Platthämmern von Kronkorken in den Wahnsinn getrieben. Später haben wir uns professionalisiert und Aufsätze für pneumatische Maschinen gebaut. Die Maschinen standen im Behindertenzentrum Stuttgart Fasanenhof. Und dort haben die Beschäftigten auf Knopfdruck die Kronkorken in die linsenartig gewölbte Form gebracht, die wir für die hochwertige Haptik unseres Schmuckes brauchten.
„Wir wollten mit nachhaltigen Materialien arbeiten, faire Arbeitsbedingungen bieten und ein Produkt mit Sinn herstellen.“
In unserer Hochphase haben wir kiloweise Kronkorken in das Behindertenzentrum gebracht. Die liebe Werkstattleiterin Tanja erzählte uns, dass die Beschäftigten lieber mit unseren bunten Blechplättchen gearbeitet haben als irgendwelche Fensterriegel zu verschrauben.
Wir haben konsequent auf Kleber verzichtet und je zwei Kronkorken als Vorder- und Rückseite vernietet. Zur Verzierung haben wir alte Perlen und Knöpfe aufgekauft – es ist unglaublich, wie viel die Menschen in ihren Dachböden lagern. Die Verpackung bestand aus CD-Hüllen und unsere Flyer waren Bierdeckel.

Ciaobobby war mehr als Schmuck
Als Studentinnen haben wir eine kreative Spielwiese gesucht, um unsere Fähigkeiten und Ideen in die Realität zu bringen. Mit unserem Businessplan für „Kronkorken Schmuck“ haben wir im Jahr 2007 den Ideenwettbewerb der Universität Hohenheim gewonnen und das Geschäftsmodell dann einfach konsequent umgesetzt.
Die standardisierten Produkte haben wir in unserem Online-Shop angeboten. Zusätzlich konnten Einzelstücke in verschiedenen Läden gekauft werden sowie auf Schmuck- und Designmessen.
Der Name „ciaobobby“ ist als Gegensatz zu „Hello Kitty“ gedacht. Denn der mit Hand gezeichnete Hund sollte für nachhaltigen Konsum in individueller Fertigung stehen.
Aus dem Getränk der Einen wird der Schmuck der Anderen
Die Kronkorken haben wir in Kneipen gesammelt. Man kannte uns schon und einige Barkeeper haben netterweise für uns Sammelbehälter aufgestellt. Natürlich haben wir die Flaschenverschlüsse anschließend immer gewaschen.
Anfangs haben Kunden selbst für uns Kronkorken gesammelt von ihren Lieblingsgetränken. Einige haben uns Kronkorken von ihren Reisen mitgebracht und wir haben ihnen Urlaubssouvenirs aus ihren selbst getrunkenen Erinnerungen gebaut.
Und wir hatten Spaß dabei. Auf den Designmessen haben wir viele spannende Menschen kennen gelernt. In Fotoshootings und beim Bauen des Web-Shops haben wir ebenso viel gelernt wie in den Verhandlungen mit Ladeninhaber:innen.
